Zitat des Monats

Zitat des Monats April

»Die Fähigkeit, alles aus dem Blickwinkel eines anderen Menschen zu fühlen, wird im ungepanzerten Leben erworben. Wer kann so etwas? Das kann nur jemand, der die Welt wie einen Apfel aufgegessen hat und am Kap Finisterre war, am Ende der Erde, am Abgrund der Welt. Das Problem der meisten Menschen ist nicht die Tiefe des Schlundes oder die Kargheit der Felsen. Die Schwierigkeit hat mit etwas sehr viel Kleinerem zu tun: mit dem Apfelaufessen. So ist es schon immer gewesen. Dabei hat das Denken mit einem Apfel angefangen. Es ist ihnen unmöglich, Kern und Stengel, alles, einfach alles aufzuessen. Vermeidungen sind der Beginn von Krankheiten. Das ist das Grundproblem aller Grundprobleme.«

Marica Bodrožić, aus: Das Wasser unserer Träume, München 2016, S. 96.

Eine Besprechung dieses Buches finden Sie hier: Erwachen in ein neues Leben, in: die Drei 4/2017, S. 83

Vorträge

Vom Paradies zum Garten der Auferstehung

Stephan Stockmar — Biblische Gärten als Entwicklungsorte der Seele

  • Di, 18.4., 20 Uhr: Die Christengemeinschaft – Gemeinde Leipzig
    Schenkendorfstr. 3, 04275 Leipzig
  • Do, 20.4., 20 Uhr: Die Christengemeinschaft – Gemeinde Frankfurt am Main
    Frauenlobstr. 2, 60487 Frankfurt am Main

»Verliere dich, um dich zu finden«

Stephan Stockmar – Johanni im Jahreslauf der Seele
Schicksalslernen am Naturgeschehen

  • Mi, 21.6., 15-16.30 Uhr: »der hof« – Freie Bildungsstätte, Alt-Niederursel 51, 60439 Frankfurt am Main

Ausstellungshinweise

Das Lächeln des Teufels — René Magritte in der Frankfurter Schirn

bis 5. Juni, www.schirn.de

»Die Kunst des Malens ist eine Kunst des Denkens« – René Magritte

Die Bilder von René Magritte (1898-1967) sind kühl und wirken auf den ersten Blick höchst realistisch. Obwohl sie den Regeln der Perspektive zu folgen scheinen, lassen sie kein Erlebnis von Tiefe aufkommen; das verhindert schon die auf pure Oberflächengestaltung angelegte Malweise. So geht es auch nicht um Innerlichkeit oder Stimmungen, in die ich mich hineinleben kann. Was bleibt, sind Irritation, die nur denkend aufzulösen sind, und allein darin liegt die Transzendenz dieser Bilder: Ich lerne an ihnen etwas über mein Sehen und Vorstellen. Was ich auf dem Bild sehe, bleibt jedoch irritierend, und genau das macht Magrittes Kunst aus. (mehr …)

Karl Ballmer: Kopf und Herz

bis 18. Juni 2017 im Barlach-Haus Hamburg, http://www.barlach-haus.de

Nach Aarau nun in Hamburg:

»Ballmers Figurenlandschaften wirken auf mich fremd und vertraut zugleich. Vor einem oft horizontal geschichteten Hintergrund von zurückhaltender Farbigkeit zeichnen sich vertikale Gestalten ab, die sich mehr oder weniger deutlich als menschliche Köpfe oder Figuren zu erkennen geben. Mal umrisshaft, sodass das Außen auch zum Innen wird, mal als eigenständige flächige Gebilde, die aus den Farbschichtungen wie auftauchen; mal einfach nebeneinander, mal in deutlicher Beziehung zueinander.«

Lesen Sie die ganze Besprechung hier: die Drei 10/2016 Ballmer